Chance die Codebasis abzuspecken?

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Dr. Matthias Weisser Dr. Matthias Weisser
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Chance die Codebasis abzuspecken?

Ich möchte einen (Nach/Um-)Denkprozess anregen.

Vor 30 Jahren - 1984 - kam der Apple Macintosh auf dem Markt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Apple_Macintosh

Ich hatte damals das Vergnügen damit arbeiten zu dürfen
und den Unterschied zu erleben zu anderen Systemen dieser Zeit.

Der Mac hatte eine Fensteroberfläche und Office-Anwendungen.
Es gab ein echtes WYSIWYG - _durchgängig_ bis zum Drucker.

Heute gibt es hingegen immer wieder Probleme mit
Formatierungsveränderungen beim Druckerwechsel.

Leider ist ein Punkt - genau definiert im Druck - auf
Druckern unterschiedlich definiert. Daher wird ein
Text auf unterschiedlichen Druckern mit unterschiedlichen
Seitenumbrüchen dargestellt. Schade !

Der Mac von 1984 erschien durchaus performant - und
hatte dabei in der Grundausstattung nur
- *128kB* Hauptspeicher und
- 1 Diskettenlaufwerk mit *400kB*.
- 1 CPU mit 8MHz Taktfrequenz

30 Jahre später ist die Hardware extrem aufgeblasen auf
- *mehrere GB* Hauptspeicher
- Festplatten im *TB-Bereich*
- *Mehrfachkern*-CPUs mit *mehreren GHz* Taktfrequenz

Und doch dauerte das Laden eines 90kB odt-Files mit LO
auf meinem XP-Rechner *immerhin 38 Sekunden* !
Das zweite Laden erfolgte in ca. 5 Sekunden.

Muss das heute so langsam sein?
Wohin verpufft all die viele Rechenleistung?
Warum wird der viele Speicher scheinbar so schlecht genutzt?

Warum ist das LO-Paket heute *mehr als 200MB* groß
wenn man es komprimiert als zip herunterlädt?
Muss das wirklich so groß sein?

Wem nützt der ganze Overkill an Resourcen seit 1984?

Macht es nicht Sinn sich einmal zurückzubesinnen
was *schlanke* Software 1984 leisten konnte und heute könnte?

Ich hoffe daß ich mit diesen Zeilen einen Nachdenkprozess
anregen kann.

Manchmal ist weniger mehr. Darüber sollte man aus meiner
Sicht *zumindest einmal nachdenken*.

Ein schlankerer Code sollte
+ rascher durchschaubar sein
+ mehr Performance erlauben und
+ weniger Fehler beeinhalten.

Hätten da nicht alle einen Nutzen davon?

Wer ist noch in der Lage so viel Code zu überblicken?

Kann es da verwundern daß nach Einbau neuer Funktionen
neue Fehler auch in alten Funktionen auftauchen?

Leider überzeugt mich Impress von der
Performance her so wenig, so daß ich noch immer
Office2000 für Folien nutze. Dabei ist das wirklich uralt !

Es wäre schön wenn Chancen auf Besserung bestünden
(auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür wohl gering ist)?

Wäre da nicht ggf. eine Chance die Codebasis abzuspecken?

Müssen denn zwingend Software-Pakete so groß sein?
Kann man das denn nicht mal hinterfragen?

Vielleicht kann das jemand an interessierte Entwickler
zum Nachdenken weiterleiten . . .

Freundliche Grüße
Matthias Weisser
--
Dr. Matthias Weisser
Lackenschusterweg 2
82024 Taufkirchen
www.gesundohnepillen.de


---
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Michael Höhne Michael Höhne
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

Hallo Matthias,

> Ich möchte einen (Nach/Um-)Denkprozess anregen.
>
> Vor 30 Jahren - 1984 - kam der Apple Macintosh auf dem Markt.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Apple_Macintosh
>
> Ich hatte damals das Vergnügen damit arbeiten zu dürfen
> und den Unterschied zu erleben zu anderen Systemen dieser Zeit.

Ja, und ich hatte einen Amiga, der in mancher Beziehung ebenfalls
seiner Zeit voraus war und in mancher Beziehung immer noch ist.
Immerhin lebt das System noch immer, wenn auch nur als virtuelle
Maschine (UAE sei Dank!).
 
> Der Mac hatte eine Fensteroberfläche und Office-Anwendungen.
> Es gab ein echtes WYSIWYG - _durchgängig_ bis zum Drucker.

Das ist nicht ganz korrekt! Die Bildschirmauflösung war schon immer
geringer als die Druckauflösung und manche Textverarbeitungen haben die
eingebauten Zeichensätze des Druckers verwendet und keinen
Grafikausdruck gemacht. Das war zwar nahe am WYSIWYG, aber eben nur
nahe...


> Heute gibt es hingegen immer wieder Probleme mit
> Formatierungsveränderungen beim Druckerwechsel.

Und das war schon immer so! Entweder hatte man andere Druckränder,
andere Seitenformate, oder andere Zeichensätze. Nur hat man selten die
Dateien so frei in der Gegend herum tauschen können, daher fiel das
weniger auf. In den meisten Fällen konnte man auch kaum die Disketten
des eines Systems auf einem anderen laden...


> Leider ist ein Punkt - genau definiert im Druck - auf
> Druckern unterschiedlich definiert. Daher wird ein
> Text auf unterschiedlichen Druckern mit unterschiedlichen
> Seitenumbrüchen dargestellt. Schade !

Nunja: Du redest hier von _Fließtext_. Der ist eben genau dazu gemacht,
die vorhandene Fläche zu füllen. Ist die Fläche dann größer oder
kleiner, kommt es zu Layout-Änderungen.

Nur zum Vergleich: Früher waren auch die meisten Webseiten so
gestrickt, dass man umso mehr Text zu Gesicht bekam, desto größer der
Bildschirm war. Heute werden Webseiten so "festgenagelt", dass man sich
manchmal fragt, wozu man eigentlich einen breiten Bildschirm hat.


> Der Mac von 1984 erschien durchaus performant - und
> ...

> Muss das heute so langsam sein?
> Wohin verpufft all die viele Rechenleistung?
> Warum wird der viele Speicher scheinbar so schlecht genutzt?

Ich gebe dir in einer Beziehung recht: Ich wundere mich manchmal auch,
warum ich heute nicht wesentlich mehr mit der Kiste machen kann, als
mit meinem guten alten Amiga. Wenn ich überlege, dass es bei Turbocalc
möglich war, die Spaltenzahl zu begrenzen und dann (bei 2 MB
Hauptspeicher!) bis zu 4 Mio(!) Zeilen im Spreadsheat zu verwenden...

Aber: Hast du damals wirklich schon 24-bit Grafiken mit mehreren
tausend Pixeln Seitenlänge im über 100 Seiten in Texten verwendet?
Hast du eine Echtzeit-Rechtschreibkorrektur gehabt?

Oder wenn es um die Dateiformate geht: Damals waren das meist völlig
verwurstelte Binärformate, die untereinander völlig inkompatibel
waren. Selbst die Zeichensatz-Codierungen waren unterschiedlich.

Wenn ich ans ODF-Format denke: Wie lange hat es damals gedauert, wenn
man wenige KB als ZIP (bzw. LHA) verpacken wollte...

> Warum ist das LO-Paket heute *mehr als 200MB* groß
> wenn man es komprimiert als zip herunterlädt?
> Muss das wirklich so groß sein?

Die Frage ist: Wie bequem soll es der Benutzer haben?

Meine erste Text"verarbeitung" war sehr schlicht: Absatzvorlagen o.ä?
Vergiss es! Bilder einbinden: Nur 2 Formate in s/w! Zeichensätze?
2!, ...  Dafür war das Teil aber nur 260 KB groß.

Die nächste konnte immerhin mit TTF-Zeichensätzen umgehen, hatte
Postscript-Export, konnte mit Grafiken gut umgehen, hatte aber auch
noch keine echte Vorlagen-Verwaltung. Größe 5 MB.

_Ich_ habe damit prima arbeiten können, weil ich entsprechend
diszipliniert herangegangen bin und gelernt habe, wie ich meine Arbeit
in kleinere Teilarbeiten zerlege, bis ich jede dieser Teilaufgaben mit
einem meiner Programme erledigen und sie dann zu einem Ganzen zusammen
fügen kann. Dazu habe ich auch mehrere hundert Seiten Dokumentation
gelesen.

Anschließen kam dann LaTeX, mit dem man wirklich professionelle Texte
bauen konnte. Das war aber _ohne_GUI_ schon 15 MB groß.

> Wem nützt der ganze Overkill an Resourcen seit 1984?
>
> Macht es nicht Sinn sich einmal zurückzubesinnen
> was *schlanke* Software 1984 leisten konnte und heute könnte?

Tja... wie schaut es denn heute aus:

Die Kenntnisse von Text_verarbeitung_ sind eher schmal. Die
Bereitschaft, sich die Kenntnisse anzueignen, sind auch nicht immer
da.

Es sollen Vorlagen für jeden beliebigen Zweck dabei sein. Möglichst
noch hunderte von Cliparts und Zeichensätzen.

Wenn jemand Etiketten kauft, dann soll ihm ein "Assistent" zur Seite
stehen, mit dem er die bedrucken kann, obwohl die Sache mit einer
Tabelle schnell selbst gemacht ist.

Ach ja: Wörterbücher für die Rechtschreibung und am besten noch eine
Grammatik-Prüfung sind ja auch nicht verkehrt. Von den ganzen weiteren
Spielchen (Datum, Zahl, Weblink automatisch erkennen...) ganz abgesehen.

Dazu kommen dann ein Präsentationsprogramm, eine Tabellenkalkulation,
eine Datenbank(-anbindung) und manche möchten dann noch einen
Kalender und ein Adressbuch und ein Grafikprogramm... Dabei könnte
die Welt einfacher sein, wenn man _ein_ Programm für _eine_ Tätigkeit
verwendet, dass seine Aufgabe gut beherrscht. Aber dann muss man selber
einen Arbeitsablauf zusammen stricken und ggf. auf _offene_Standards_
achten, damit die Daten zwischen den Programmen ausgetauscht werden
können.

> Ich hoffe daß ich mit diesen Zeilen einen Nachdenkprozess
> anregen kann.
>
> Manchmal ist weniger mehr. Darüber sollte man aus meiner
> Sicht *zumindest einmal nachdenken*.

Da müsstest du ein Umdenkprozess bei den _Benutzern_ anregen. Solange
die meisten Leute sich von "schickem Aussehen" und jeder Menge Pseudo-
intelligentem Verhalten einer Software beeindrucken lassen, wird sich
an dem unaufhörlichen Aufrüsten kaum was ändern.

Für mich symptomatisch: Die Ribbon-Oberfläche von Word. Für
"Textzusammenklicker", die ihre Textverarbeitung wie ein "Malprogramm
für Texte" verwenden, ist das zeug nicht schlecht. Aber für mich ist
das einfach nur grausig! Was nützt aber meine meinung, wenn ich in der
Minderheit bin <SEUFZ>.

> ...

Wie gesagt: Ich kann deinen Standpunkt verstehen, aber ich sehe wenig
Chancen, dass sich das Blatt wendet.

Gruß,
Michael

--
    ____        
   / / / / /__/      Michael Höhne /
  /   / / /  /  [hidden email] /
 ________________________________/


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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

In reply to this post by Dr. Matthias Weisser
Hi Matthias, *,

2014-05-06 16:01 GMT+02:00 Dr. Matthias Weisser <[hidden email]>:
>
> Heute gibt es hingegen immer wieder Probleme mit
> Formatierungsveränderungen beim Druckerwechsel.

Das ist gar nicht wahr. LibreOffice nutzt schon eine ganze weile PDF
als Druckformat, und da spielt der Drucker schon lange keine Rolle
mehr. Auch die Option "Druckermaße für Dokumentformatierung verwenden"
ist schon lange deaktiviert.

> Leider ist ein Punkt - genau definiert im Druck - auf
> Druckern unterschiedlich definiert. Daher wird ein
> Text auf unterschiedlichen Druckern mit unterschiedlichen
> Seitenumbrüchen dargestellt. Schade !

Wenn du eine plaintext-Datei druckst vielleicht, aber das hat mit LO nix zu tun.

> Der Mac von 1984 erschien durchaus performant - und
> hatte dabei in der Grundausstattung nur
> - *128kB* Hauptspeicher und
> - 1 Diskettenlaufwerk mit *400kB*.
> - 1 CPU mit 8MHz Taktfrequenz

Ja. "Schien". Genauso wie damals ein 56k Modem nur so flitzte.

Und ein Speicherabbild der internen Datenstrukturen einzulesen
(binäres Dateiformat) ist halt einfacher als ein XML-Dokument, das
erst geparsed und in die internen Strukturen gewandelt werden muss.

> Vielleicht kann das jemand an interessierte Entwickler
> zum Nachdenken weiterleiten . . .

Ist ja das ausgeschriebene Ziel der Entwickler, undurchschaubaren und
ineffizienten Code zu schreiben...

ciao
Christian

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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

In reply to this post by Dr. Matthias Weisser
Hi Christian,

Am 07.05.2014 08:46, schrieb Christian Lohmaier:
> Das ist gar nicht wahr. LibreOffice nutzt schon eine ganze weile PDF
> als Druckformat, und da spielt der Drucker schon lange keine Rolle mehr.
das habe ich gerade probiert indem ich mehrere unterschiedliche Drucker
eingerichtet habe.
Du hast recht. Das war früher nicht nur bei Word ein _sehr_ unangenehmes
Problem.
>> Leider ist ein Punkt - genau definiert im Druck - auf
>> Druckern unterschiedlich definiert. Daher wird ein
>> Text auf unterschiedlichen Druckern mit unterschiedlichen
>> Seitenumbrüchen dargestellt. Schade !
> Wenn du eine plaintext-Datei druckst vielleicht, aber das hat mit LO nix zu tun.
das Problem mit der unterschiedlichen Punktgröße sollte behoben sein
wenn die Wahl des Druckers das Ergebnis nicht mehr beeinflusst.
>> Der Mac von 1984 erschien durchaus performant - und
>> hatte dabei in der Grundausstattung nur
>> - *128kB* Hauptspeicher und
>> - 1 Diskettenlaufwerk mit *400kB*.
>> - 1 CPU mit 8MHz Taktfrequenz
> Ja. "Schien".
das war schon wirklich so. Man konnte flott tippen und die
Zeichen erschienen spontan ohne lästige Verzögerung.
Es dauerte keine 38 Sekunden einen kleinen Text von der
später hinzugekauften langsamen Festplatte zu laden !
> Und ein Speicherabbild der internen Datenstrukturen einzulesen
> (binäres Dateiformat) ist halt einfacher als ein XML-Dokument, das
> erst geparsed und in die internen Strukturen gewandelt werden muss.
38s muss so etwas wohl definitiv nicht unter XP dauern
bei einer so kleinen odt-Datei !
Sorry, da bin ich klar der Meinung daß das erheblich performanter sein
sollte.

Matthias



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Uwe Altmann Uwe Altmann
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

Hi

Am 07.05.14 19:29, schrieb Dr. Matthias Weisser:
> ...
> 38s muss so etwas wohl definitiv nicht unter XP dauern
> bei einer so kleinen odt-Datei !
> Sorry, da bin ich klar der Meinung daß das erheblich performanter sein
> sollte.
Das hängt im Wesentlichen auch davon ab, ob das Programm gleich auch
noch gestartet werde muss oder nicht - der "Schnellstarter" ist da
übrigens irreführend bezeichnet.
Ansonsten hängt das davon ab, wie viele Formatierungsanweisungen für das
WYSIWYG nach dem Laden des Dokuments berechnet werden müssen -  auch
wenn man das hinterher nicht sieht. Füge mal den kopierten Text (per
"Inhalte Einfügen"- ohne Formatierung) in ein neues, leeres Dokument und
mach das dann mal auf - der Unterschied erklärt sich dann aus
Formatierungs"leichen".

Und: Ja, das Abschalten der Rechtschreibprüfung und der automatischen
Silbentrennung beschleunigt das Ganze natürlich.

Ansonsten bleibt Dir ja vielleicht noch der Einsatz eines
leichtgewichtigeren Textverarbeitungsprogramms wie AbiWord oder der
Writer aus KOffice - oder Notepad ;-)

--
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Altmann


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Thorsten Behrens Thorsten Behrens
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

In reply to this post by Dr. Matthias Weisser
Dr. Matthias Weisser wrote:
> Wäre da nicht ggf. eine Chance die Codebasis abzuspecken?
>
Moin,

neben den Punkten, die meine Vorredner schon angesprochen haben - es
ist in der Tat eines der Anliegen im LibreOffice-Projekt seit 2010,
den Quelltext zu konsolidieren, Altlasten zu entfernen & das Ganze
auch auf Devices zum Laufen zu kriegen, bei denen beispielsweise 50 MB
eine harte obere Schranke für Softwarepakete ist.

Insofern rennst Du offene Türen ein. Darüber hinaus gilt allerdings
die FLOSS-Maxime: gute Ideen gibt es wie Sand am Meer. Wovon wir im
Projekt aber deutlich mehr profitieren, sind Leute, die bei der
konkreten Umsetzung helfen. Daher:

 https://wiki.documentfoundation.org/Development/EasyHacks

:)

Viele Grüße,

-- Thorsten

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Thorsten Behrens Thorsten Behrens
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

In reply to this post by Uwe Altmann
Uwe Altmann wrote:
> Das hängt im Wesentlichen auch davon ab, ob das Programm gleich auch
> noch gestartet werde muss oder nicht - der "Schnellstarter" ist da
> übrigens irreführend bezeichnet.
>
Yup. Und Matthias sagt ja, beim zweiten Mal (also Programm geladen,
alle DLLs im Speicher) dauert es nur 5 Sekunden.

Die ganze Diskussion ist halt irgendwie in dieser generalisierenden
Weise ziemlich müßig, 'weniger Features', 'Code abspecken' usw. macht
uns entweder bei den Anwendern obsolet, oder wir machen es eh
schon. ;)

Insgesamt muß ich die Argumente als Softwareentwickler dann als nicht
fundiert abtun, zumindest solange Matthias sich nicht im Detail mal
mit unserer bisherigen Arbeit, dem Performanz-Verhalten einzelner
Features und vernünftigem Profiling (oder sogar dem eigentlichen Code)
beschäftigt hat.

Und etwas tangential zum Abschluss, mit einem Augenzwinkern und der
'früher war alles besser'-Aussage - war es tatsächlich. :)

Früher waren nämlich Zugriffszeiten und Transfergeschwindigkeiten von
Festplatten und Hauptspeicher viiiiel dichter an der
CPU-Geschwindigkeit dran. Was exponentiell gewachsen ist, sind
CPU-Taktfrequenzen und Speicherdichte, Latenz- und teilweise
Transferraten nur linear. Insofern sind Aussagen wie 'mehrere
Gigahertz Taktfrequenz, 4 Kerne!1!!' gutes Marketing der
Hardwarehersteller, aber eine Rechnung dergestalt 'muss dann ja 1000
mal schneller sein als mein Amiga 500' wäre Unfug. Die CPU wartet nur
schneller auf RAM und Festplatte. :)

Viele Grüße,

-- Thorsten

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Uwe Altmann Uwe Altmann
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

Hi
Am 07.05.14 23:46, schrieb Thorsten Behrens:
> ...Früher waren nämlich Zugriffszeiten und Transfergeschwindigkeiten
> von Festplatten und Hauptspeicher viiiiel dichter an der
> CPU-Geschwindigkeit dran. Was exponentiell gewachsen ist, sind
> CPU-Taktfrequenzen und Speicherdichte, Latenz- und teilweise
> Transferraten nur linear. Insofern sind Aussagen wie 'mehrere
> Gigahertz Taktfrequenz, 4 Kerne!1!!' gutes Marketing der
> Hardwarehersteller, aber eine Rechnung dergestalt 'muss dann ja 1000
> mal schneller sein als mein Amiga 500' wäre Unfug. Die CPU wartet nur
> schneller auf RAM und Festplatte. :)
…und deswegen ist ja auch schon eine kleine 64 GB SDD für 50 €, auf die
man Betriebssystem und Programm packt, schon ein gigantischer Beitrag
zur "Wuppdizität" - also der /gefühlten/ Geschwindigkeit - eines Rechners.
Geht angeblich auch unter Windows XP.

--
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Uwe Altmann


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Marc Senn Marc Senn
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

Am 08.05.2014 10:36, schrieb Uwe Altmann:

> Hi
> Am 07.05.14 23:46, schrieb Thorsten Behrens:
>> ...Früher waren nämlich Zugriffszeiten und Transfergeschwindigkeiten
>> von Festplatten und Hauptspeicher viiiiel dichter an der
>> CPU-Geschwindigkeit dran. Was exponentiell gewachsen ist, sind
>> CPU-Taktfrequenzen und Speicherdichte, Latenz- und teilweise
>> Transferraten nur linear. Insofern sind Aussagen wie 'mehrere
>> Gigahertz Taktfrequenz, 4 Kerne!1!!' gutes Marketing der
>> Hardwarehersteller, aber eine Rechnung dergestalt 'muss dann ja 1000
>> mal schneller sein als mein Amiga 500' wäre Unfug. Die CPU wartet nur
>> schneller auf RAM und Festplatte. :)
> …und deswegen ist ja auch schon eine kleine 64 GB SDD für 50 €, auf die
> man Betriebssystem und Programm packt, schon ein gigantischer Beitrag
> zur "Wuppdizität" - also der /gefühlten/ Geschwindigkeit - eines Rechners.
> Geht angeblich auch unter Windows XP.
>
Eher eine 128 gb die 10 Euro mehr, läuft auch sehr gut unter WinXP plus
bitte die Zusatz Programme die die SSD richtig ansprechen und sata zu
Notebook IDE Stecker mitbestellten . ^^
Die wichtigsten Programme Auslagerungsdatei und Win auf diese ssd und
man rennt.
Aber ein 2Core CPU und immer noch Win XP. ^^ da ist win 7 schon 30%
schneller bei gleicher Hardware. ^^
--
*
**## LibreOffice : Das Office für Heute und Der Zukunft ##
<http://de.libreoffice.org>
## Mozilla Firefox ## <http://www.mozilla.org/de/firefox/features/>
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**## Lightning : Der Kalender für ThunderBird ##
<https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/lightning/>**

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Stefan Weigel Stefan Weigel
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

In reply to this post by Thorsten Behrens

Hi,

Am 07.05.2014 23:46, schrieb Thorsten Behrens:
> Früher waren nämlich Zugriffszeiten und Transfergeschwindigkeiten von
> Festplatten und Hauptspeicher viiiiel dichter an der
> CPU-Geschwindigkeit dran. Was exponentiell gewachsen ist, sind
> CPU-Taktfrequenzen und Speicherdichte, Latenz- und teilweise
> Transferraten nur linear. Insofern sind Aussagen wie 'mehrere
> Gigahertz Taktfrequenz, 4 Kerne!1!!' gutes Marketing der
> Hardwarehersteller, aber eine Rechnung dergestalt 'muss dann ja 1000
> mal schneller sein als mein Amiga 500' wäre Unfug. Die CPU wartet nur
> schneller auf RAM und Festplatte. :)

So ähnlich, wie man früher mit einem 32-PS-Auto im Stau stand oder
aus rechtlichen oder verkehrstechnischen Gründen selten mehr als 100
km/h fahren konnte und heute eben mit einem 180-PS-Auto im Stau
steht oder aus rechtlichen oder verkehrstechnischen Gründen selten
mehr als 100 km/h fahren kann. ;-)

Ein Bissel kann ich Matthias verstehen. Meine alltägliche Büroarbeit
erledige ich heute praktisch genauso langsam, wie schon damals auf
dem Macintosh 128. Aber damals passte die Software incl.
Betriebssystem auf eine 400-KB-Diskette. ;-)

Gruß,
Stefan

--
LibreOffice - Die Freiheit nehm' ich mir!

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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

Am 08.05.2014 11:56, schrieb Stefan Weigel:

> Hi,
>
> Am 07.05.2014 23:46, schrieb Thorsten Behrens:
>> Früher waren nämlich Zugriffszeiten und Transfergeschwindigkeiten von
>> Festplatten und Hauptspeicher viiiiel dichter an der
>> CPU-Geschwindigkeit dran. Was exponentiell gewachsen ist, sind
>> CPU-Taktfrequenzen und Speicherdichte, Latenz- und teilweise
>> Transferraten nur linear. Insofern sind Aussagen wie 'mehrere
>> Gigahertz Taktfrequenz, 4 Kerne!1!!' gutes Marketing der
>> Hardwarehersteller, aber eine Rechnung dergestalt 'muss dann ja 1000
>> mal schneller sein als mein Amiga 500' wäre Unfug. Die CPU wartet nur
>> schneller auf RAM und Festplatte. :)
> So ähnlich, wie man früher mit einem 32-PS-Auto im Stau stand oder
> aus rechtlichen oder verkehrstechnischen Gründen selten mehr als 100
> km/h fahren konnte und heute eben mit einem 180-PS-Auto im Stau
> steht oder aus rechtlichen oder verkehrstechnischen Gründen selten
> mehr als 100 km/h fahren kann. ;-)
>
> Ein Bissel kann ich Matthias verstehen. Meine alltägliche Büroarbeit
> erledige ich heute praktisch genauso langsam, wie schon damals auf
> dem Macintosh 128. Aber damals passte die Software incl.
> Betriebssystem auf eine 400-KB-Diskette. ;-)
>
> Gruß,
> Stefan
>
Gibt aber keine Grenze im PC Bereich und wenn alles schön angepasst hast
und alles schön zusammenarbeitet und nicht immer das billigste nimmt.
Und Doofer Vergleich, in DE ist immer noch das selbe dort wo nichts
steht darf man so schnell fahren wie man will, also wenn ich 400 fahren
könnte den ging das.

Am besten kauft ihr wider ein Mac 128 und Arbeite mit dem war ja so
einfach damit, und natürlich mit allen Funktionen was heute ein Office
bieten muss, und sicher waren diese Programme schon alles integriert wie
jetzt? und die 200 seiden  Ausdruck pro Tag bei mir hast das auch so in
3 Minuten Beendet?
Mac war schön aber welcher normal User konnte sich das leisten, den bei
normal User war Textmode angesagt oder noch mit Apple II beschäftigt mit
einem textmode Programm gearbeitet und jedes Progrämmchen war anders und
untereinader nie kompatibel, den einen neuen Rechner gekauft hast
konntest  alles wegwerfen weil zu nichts anderes kompatibel war als zu
sich selbst.
Ne ich will nicht zurück in diese zeit

Und wieso Langsam Arbeiten also mein LO ist inner 2 Sekunde gestartet
beim ersten mal hab keine ssd.
Mein Win7 ultimate 64 bit ist innerhalb 25 sek. gebootet und kann den
schon Arbeiten, Photoshop ist inner 6 Sekunden da .
Wenn ich so sehen wenn ich 20 Minuten brauche fürs selbe  auf einem P4
vom Nachbarn hab ich 2 Minuten für selbe.
Und so was merkt man nicht?????

Marc
--
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Thorsten Behrens Thorsten Behrens
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Re: Chance die Codebasis abzuspecken?

In reply to this post by Stefan Weigel
Stefan Weigel wrote:
> Ein Bissel kann ich Matthias verstehen. Meine alltägliche Büroarbeit
> erledige ich heute praktisch genauso langsam, wie schon damals auf
> dem Macintosh 128. Aber damals passte die Software incl.
> Betriebssystem auf eine 400-KB-Diskette. ;-)
>
Die hatte dann aber nicht so viele schöne Features und Schriftarten,
und war ausserdem vermutlich in Assembler geschrieben. ;)

Viele Grüße,

-- Thorsten

--
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