LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

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Rainer Rainer
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LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Hallo zusammen,

nach der, vor einigen Wochen vorgenommenen Installation von Ubuntu Mate
18.04 habe ich in LO bemerkt, dass es keinen Schnellstarter mehr gibt -
für mich ärgerlich, denn er war sehr nützlich.

Nachdem ich jetzt endlich dazu gekommen bin, gründlich nach einer
Lösung zu suchen, habe ich diese Seite gefunden:

https://askubuntu.com/questions/1123571/how-to-enable-systray-quickstarter-in-libreoffice-6

... das Paket "libreoffice-systray" installiert und in LO den
Schnellstarter aktiviert. Funktioniert hier mit LO 6.0.7.3.

Auf dem dort erwähnten bugreport

https://bugs.documentfoundation.org/show_bug.cgi?id=123959 

... sehe ich nun unter "Status", dass dieses Feature dauerhaft entfernt
bleiben soll. 100%ig verstehe ich die Kommentare nicht. Soll es bei LO
für Linux (anders als für Windows) nur deshalb dabei bleiben, weil es
von zu wenigen genutzt wird? Das kann doch eigentlich kein Kriterium
sein, oder? Wenn es danach ginge, könnten ja viele Features abgeschafft
werden, denn nicht alle Anwender nutzen alle Möglichkeiten, die LO
bietet. Und wenn es - wie ich es aus einem Kommentar herauslese - zu
wenig Widerspruch gegen die Absicht gab, es zu entfernen, heißt das
doch nicht, dass es nicht viele Anwender gab/gibt, die es überhaupt
nicht gut finden: Ich gehe davon aus, dass nur wenige solche
Diskussionen überhaupt verfolgen und dass die meisten LO einfach nur
nutzen.

Meine Frage(n) also: Ist die Entscheidung tatsächlich endgültig? Warum
die Unterscheidung zwischen Linux und Windows? Ist damit zu rechnen,
dass das Paket "libreoffice-systray" längerfristig erhalten bleibt?
Arbeitet es auch mit einer LO-Installation zusammen, die mittels ppa
erfolgt?

Viele Grüße

Rainer

--
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Dennis Roczek Dennis Roczek
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

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Hallo Rainer,

On 19.08.2019 14:03, Rainer wrote:
>
> Meine Frage(n) also: Ist die Entscheidung tatsächlich endgültig?
Jupp.

> Warum
> die Unterscheidung zwischen Linux und Windows?
Anderer Code. Integration der einzelnen Betriebssysteme sind
entsprechend anders programmiert.

> Ist damit zu rechnen,
> dass das Paket "libreoffice-systray" längerfristig erhalten bleibt?
Nö.

> Arbeitet es auch mit einer LO-Installation zusammen, die mittels ppa
> erfolgt?
Wenn du alles von der ppa beziehst, wird es gehen, aber auch dort wird
irgendwann das systray paket mit der entsprechenden Version verschwinden
.


Es war damals eine Diskussion im sogenannten ESC (finde gerade leider
nicht mehr das richtige Protokoll) und es ging darum, dass es einfach zu
viele Varianten gibt um LO zu starten und dass das mittlerweile nicht
mehr wartbar wurde. Zusätzlich hat die Linux Variante ein Problem: es
funktioniert nur mit gtk2, siehe hierzu auch folgenden Bug Report, warum
Debian das entfernt hat (und danach "upstream" bei LibreOffice commitet
hat):

https://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=819878


Gruß

Dennis
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ttm3PQ/+Ipf7YLDZ1NEejB6ExzIdp/iiyluibGojN+Kb0OvPOUkH5iXL9lQGdk0l
155xUwbf0bhmWL7NZObShjZT4zxWHten2tgxC29OAhhRL4brmPODCPb4pI9bi69T
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xiaFQrUQFSOOuZ1cNJAv6HIOghQmwwAeO4LzkTlc4DHlBK6QK0GLjPkD7ogHqrF3
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s7Z7YLy3iLYe/6DihhUctl0dFYjPVhonJSH6k+8LdP4Scaf8/fg=
=cGlg
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Rainer Rainer
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Hallo Dennis,

Am Mon, 19 Aug 2019 15:16:27 +0200
schrieb Dennis Roczek <[hidden email]>:

> >
> > Ist die Entscheidung tatsächlich endgültig?  

> Jupp.
>
> > Warum die Unterscheidung zwischen Linux und Windows?  

> Anderer Code. Integration der einzelnen Betriebssysteme sind
> entsprechend anders programmiert.
>
Schon klar. Aber das gilt ja eigentlich für das gesamte LO-Paket. Etwas
konkreter: Mangelt es für Linux an Leuten, die das Feature
weiterentwickeln wollen und für Windows nicht?
 
> > Ist damit zu rechnen, dass das Paket "libreoffice-systray"
> > längerfristig erhalten bleibt?  

> Nö.
>
Na toll :-(

> > Arbeitet es auch mit einer LO-Installation zusammen, die mittels ppa
> > erfolgt?  

> Wenn du alles von der ppa beziehst, wird es gehen, aber auch dort wird
> irgendwann das systray paket mit der entsprechenden Version
> verschwinden .
>
Ok. Meine Frage war zwar etwas anders (ob nämlich die offizielle
Version des Systray-Paketes mit dem ppa funktioniert), aber wenn es
dort auch eines gibt, ist für den Moment ja alles gut.
>
> Es war damals eine Diskussion im sogenannten ESC (finde gerade leider
> nicht mehr das richtige Protokoll) und es ging darum, dass es einfach
> zu viele Varianten gibt um LO zu starten und dass das mittlerweile
> nicht mehr wartbar wurde.

Soweit ich mich an die lange Geschichte von SO/OOo/LO erinnere, wurde
der Schnellstarter mal eingeführt, weil er für MS-Office seit jeher
eine Selbstverständlichkeit war, Anwender ihn schätzten und die
Schwerfälligkeit des Open-Source-Produktes als Nachteil empfanden. Dass
im Laufe der Entwicklung gerade so etwas über Bord geworfen wird (und
dann auch nur bei Linux) ist ärgerlich - für mich (und für andere, die
zusammengenommen eine Minderheit sein mögen) jedenfalls ein ärgerlicher
Komfortverlust.

> Zusätzlich hat die Linux Variante ein Problem: es funktioniert nur
> mit gtk2, siehe hierzu auch folgenden Bug Report, warum Debian das
> entfernt hat (und danach "upstream" bei LibreOffice commitet hat):
>
> https://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=819878
>
Dass etwas nicht richtig funktioniert, ist ein Anlass, es zu entfernen
und nicht zu reparieren/verbessern? Seltsam.

BTW: Hilf mir bitte mal auf die Sprünge: Was bedeutet Dein letzter
Zusatz in Klammern? Kenne mich mit der Struktur nicht so aus...

Viele Grüße

Rainer

--
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

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Hallo Rainer,

On 19.08.2019 18:54, Rainer wrote:
</snip>

> Schon klar. Aber das gilt ja eigentlich für das gesamte LO-Paket.
nö. 98% des codes ist identisch und ca. 90% innerhlab der einzelnen
Komponenten (Writer, Calc, ...).

> Etwas
> konkreter: Mangelt es für Linux an Leuten, die das Feature
> weiterentwickeln wollen und für Windows nicht?
Es gibt für dieses "Feature" kein Bedarf (siehe weiter unten!)

> Soweit ich mich an die lange Geschichte von SO/OOo/LO erinnere, wurde
> der Schnellstarter mal eingeführt, weil er für MS-Office seit jeher
> eine Selbstverständlichkeit war, Anwender ihn schätzten und die
> Schwerfälligkeit des Open-Source-Produktes als Nachteil empfanden.
Falsch (sorry für diese Drastigkeit): Es wurde eingeführt um
Ressourcenschwache Rechner zu unterstützen um das komplette Office Paket
quasi dauerhaft im RAM griffbereit zu halten.

> Dass
> im Laufe der Entwicklung gerade so etwas über Bord geworfen wird (und
> dann auch nur bei Linux) ist ärgerlich - für mich (und für andere, die
> zusammengenommen eine Minderheit sein mögen) jedenfalls ein ärgerliche
r
> Komfortverlust.
Dies ist bei Linux leider durch die gefühlten 100 unterschiedlichen
Desktops und Desktopintegrationen "selbstverschuldet". Ein Argument das
Paket / die Integration zu entfernen war, dass die Leistung der heutigen
Rechner und zusätzlich die optimierte Programmierung ("wie schnell
öffnet sich LibreOffice") die Schnellstarter obsolet machen.

>> https://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=819878
>>
> Dass etwas nicht richtig funktioniert, ist ein Anlass, es zu entfernen
> und nicht zu reparieren/verbessern? Seltsam.
siehe oben.

> BTW: Hilf mir bitte mal auf die Sprünge: Was bedeutet Dein letzter
> Zusatz in Klammern? Kenne mich mit der Struktur nicht so aus...
Kein Problem: "downstream" Bedeutet in diesem Fall das LibreOffice Paket
 von
Debian, welches mit zusätzlichen Patches versehen ist und leicht
modifiziert für die Bedürfnisse der Debian User hergerichtet ist. Meist
ist hier auch eine "LTS" Version im Einsatz (eine "alte" Version wird
länger mit Korrekturen gepflegt, als dass dies die The Document
Foundation tut).

"upstream" ist die Version von The Document Foundation (also quasi der
originale Hersteller)

> Viele Grüße
>
> Rainer
>
VG
Dennis
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ttkOwA//ZtmhoCW8B3tkhMdGN2QVG7F53eycymE4vhoMNdhjh/yVkalzjvexOFAt
bR0M8ZWfkOLsWw9RPR3EkBYnq2Non9k3jt/pkC3ggAUUKJ3UTRIILdSpI6RD3hxb
dCq8mbtxLllNCyL6IUkYJsRWVU/GObtiVlASSMXftHFlth126DEIam/TSXrbwaC7
ze3N8KlwWwoBBGZ1etK4m05kb+weiknWXhdbT8dTJ5Fa2nxhLjq0JWlkkaZf1WsM
9pOKJOCSlafq5+q3Wek6EltAdZdOavwPghQMiEHgkdXeo2FAzL6x/m/ccQ5QK/mp
YHjHQ7rzIIzmqWUOhfxgVJapQpLR1OZESIp0rjMdN0D7d4SloUSGHyazqQH1OwZb
LD5Si7/KeZ8DbvtvZSSp0uvBkd4c+1CvdbkH6xQPJaAfS0rSt+XrMteKMmjBosaR
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NivmqXciq5zfYk1TCEVFHfvQco/Z0MJ4tgtuoQxMp6eTZWj5tqR+rUmVL1wa4qgr
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Dennis Roczek Dennis Roczek
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

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Hash: SHA256


Hallo Rainer,

etwas vergessen:

> Hallo Rainer,
>
> On 19.08.2019 18:54, Rainer wrote:
>> Etwas
>> konkreter: Mangelt es für Linux an Leuten, die das Feature
>> weiterentwickeln wollen und für Windows nicht?
Tatsächlich sind die meisten LO-Devs Linux-Menschen und nutzen Linux zum
Bauen des Quellcodes. Wenn du dieses Feature vermisst, bring dich ein
und Unterstütz das Projekt im Sinne von Code-Beiträgen. ;-)
Alle "Entfernungen" kann man leicht rückgängig machen, man muss aber
driftige Gründe liefern: --> GTK3 support in diesem Fall. GTK2 wird
demnächst zum Beispiel komplett entfernt. (der Code zum Entfernen
existiert schon, wenn er mittlerweile nicht  sogar schon "gemerged"
worden ist)

>> der Schnellstarter mal eingeführt, weil er für MS-Office seit jeher
>> eine Selbstverständlichkeit war, Anwender ihn schätzten und die
und Microsoft den mit Office2007(?) entfernt hat. Also ca. vor 10 Jahren
...

> Falsch (sorry für diese Drastigkeit): Es wurde eingeführt um
> Ressourcenschwache Rechner zu unterstützen um das komplette Office Pak
et
> quasi dauerhaft im RAM griffbereit zu halten.
Es war ein einfach und bescheuerter "Workaround". Sinnvolle
Programmierung ist einfach effizienter, dauert aber halt leider
entsprechend länger (und kostet dadurch das entsprechende Unternehmen
mehr) als mal schnell einen Schnellstarter zu produzieren.

Meine Aussage war nicht komplett richtig: früher (TM) hatte zu SO Zeiten
der Schnellstarter auch noch einen alternativen Explorer. Da war dies
wiederum "sinnvoll", da dort eine komplette Desktop-Umgebung integriert
war.
Gruß

Dennis

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xK+iyOuzObex1CuGDtDfS0BWHmxoU1NKHqS+arjuZ2RvN4RXlxXSzsNwwjSP3Sg5
/2UuzXcKTFYDlRAbSgn0zbuDd9j62eAddEuElBipJMoQUImI5bo=
=L2De
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Rainer Rainer
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Dennis Roczek
Hallo Dennis,

Am Mon, 19 Aug 2019 19:35:31 +0200
schrieb Dennis Roczek <[hidden email]>:
>
> 98% des codes ist identisch und ca. 90% innerhlab der einzelnen
> Komponenten (Writer, Calc, ...).

Ok, aber immerhin bleiben einige %, die gesondert und unabhängig von
Windows bearbeitet werden müssen.

> > Mangelt es für Linux an Leuten, die das Feature
> > weiterentwickeln wollen und für Windows nicht?  

> Es gibt für dieses "Feature" kein Bedarf (siehe weiter unten!)
>
Das bezweifele ich.

> > Soweit ich mich an die lange Geschichte von SO/OOo/LO erinnere,
> > wurde der Schnellstarter mal eingeführt, weil er für MS-Office seit
> > jeher eine Selbstverständlichkeit war, Anwender ihn schätzten und
> > die Schwerfälligkeit des Open-Source-Produktes als Nachteil
> > empfanden.  

> Falsch (sorry für diese Drastigkeit): Es wurde eingeführt um
> Ressourcenschwache Rechner zu unterstützen um das komplette Office
> Paket quasi dauerhaft im RAM griffbereit zu halten.
>
Und jetzt wird davon ausgegangen, dass die Masse der Anwender
ressourcenstarke Rechner hat, bei denen wegen ihrer Leistung kein
Unterschied mehr spürbar ist? Mehr: s.u.

> > Dass im Laufe der Entwicklung gerade so etwas über Bord geworfen
> > wird (und dann auch nur bei Linux) ist ärgerlich - für mich (und für
> > andere, die zusammengenommen eine Minderheit sein mögen) jedenfalls
> > ein ärgerlicher Komfortverlust.  

> Dies ist bei Linux leider durch die gefühlten 100 unterschiedlichen
> Desktops und Desktopintegrationen "selbstverschuldet".

Ok, das ist eine Art "KO-Argument" - weil es stimmt. Die extreme
Zersplitterung halte ich für überflüssig und ein Zeichen dafür, dass es
Linuxer offenbar vorziehen, sich abzuspalten und "ihr eigenes Ding" zu
machen, statt mit anderen das Gemeinsame zu suchen und die Kräfte zu
bündeln.

> Ein Argument das Paket / die Integration zu entfernen war, dass die
> Leistung der heutigen Rechner und zusätzlich die optimierte
> Programmierung ("wie schnell öffnet sich LibreOffice") die
> Schnellstarter obsolet machen.

Auch das bezweifele ich: Mein Esprimo P9900 ist auch nicht mehr jung
(CPU: Intel Core i5 660, 3.33GHz, RAM: 8 GB), und der Unterschied ist
beim LO-Start recht deutlich. Ich kenne eine Menge Leute, die mit
leistungsschwächeren PCs arbeiten. Abgesehen davon ist es nun auch
umständlicher, z.B. an Vorlagen heranzukommen (vorher: 1 Klick auf das
LO-Icon -> Vorlagen anklicken -> Vorlage auswählen, jetzt: Suite
starten, Dokumentvorlagen anklicken -> Vorlagen verwalten anklicken ->
Vorlage auswählen). Kurzum: Die "Neuerung" verlangsamt den Arbeitsfluss
deutlich.
>
> > BTW: Hilf mir bitte mal auf die Sprünge: Was bedeutet Dein letzter
> > Zusatz in Klammern? Kenne mich mit der Struktur nicht so aus...  

> "downstream" Bedeutet in diesem Fall das LibreOffice Paket von
> Debian, welches mit zusätzlichen Patches versehen ist und leicht
> modifiziert für die Bedürfnisse der Debian User hergerichtet ist.

> Meist ist hier auch eine "LTS" Version im Einsatz (eine "alte"
> Version wird länger mit Korrekturen gepflegt, als dass dies die The
> Document Foundation tut).

Ist bei Ubuntu auch der Fall, und ich nutze nur LTS.
>
> "upstream" ist die Version von The Document Foundation (also quasi der
> originale Hersteller)
>
OK, danke.

Viele Grüße

Rainer

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Rainer Rainer
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Dennis Roczek
Hallo Dennis,

Am Mon, 19 Aug 2019 19:49:54 +0200
schrieb Dennis Roczek <[hidden email]>:

> >> Mangelt es für Linux an Leuten, die das Feature weiterentwickeln
> >> wollen und für Windows nicht?  

> Wenn du dieses Feature vermisst, bring dich ein und Unterstütz das
> Projekt im Sinne von Code-Beiträgen. ;-)

Ja, diese Aufforderung hatte ich schon irgendwo in den
Bugreport-Kommentaren gelesen, aber nicht jeder, der ein Programm
nutzt, kann auch Codes dazu schreiben. Ich jedenfalls kann es nicht und
wüsste nicht, woher ich die Zeit nehmen sollte, es zu lernen.

> Alle "Entfernungen" kann man leicht rückgängig machen, man muss aber
> driftige Gründe liefern: --> GTK3 support in diesem Fall.

Ganz ehrlich: Wie ernst werden Gründe denn genommen, wenn es ohnehin um
ein, nur von (angeblich) wenigen genutztes Feature geht?
>
> >> der Schnellstarter mal eingeführt, weil er für MS-Office seit jeher
> >> eine Selbstverständlichkeit war

> und Microsoft den mit Office2007(?) entfernt hat. Also ca. vor 10
> Jahren ...
>
War mir nicht bekannt, denn in etwa so lange nutze ich MS Office schon
nicht mehr ;-)

> > quasi dauerhaft im RAM griffbereit zu halten.  

> Es war ein einfach und bescheuerter "Workaround".

Für mich im Arbeitsalltag nicht.

> Sinnvolle Programmierung ist einfach effizienter, dauert aber halt
> leider entsprechend länger (und kostet dadurch das entsprechende
> Unternehmen mehr) als mal schnell einen Schnellstarter zu produzieren.
>
Das eine nicht tun, und das andere ganz lassen? So kann man's natürlich
auch machen...

> Meine Aussage war nicht komplett richtig: früher (TM) hatte zu SO
> Zeiten der Schnellstarter auch noch einen alternativen Explorer. Da
> war dies wiederum "sinnvoll", da dort eine komplette Desktop-Umgebung
> integriert war.

Der Schnellstarter wäre auch jetzt noch sinnvoll, wie ich leider
erleben muss.

Viele Grüße

Rainer

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Linux User #330250 Linux User #330250
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Am 19.08.19 um 20:16 schrieb Rainer:
>>> quasi dauerhaft im RAM griffbereit zu halten.  
>> Es war ein einfach und bescheuerter "Workaround".
> Für mich im Arbeitsalltag nicht.


Das verstehe ich nicht. Wenn du einen Schnellstart willst, dann lade
doch LibreOffice einfach beim Einloggen in deinen Desktop. Dann ist es
offen und verbleibt im RAM, solange du es nicht wieder schließt.


Im Endeffekt suchst du eher eine Funktion, die sich in das
Benachrichtigungsfeld (Info Tray). Sowas wie "Minimize to tray", wenn
kein Dokument in LO geöffent ist.


>> Sinnvolle Programmierung ist einfach effizienter, dauert aber halt
>> leider entsprechend länger (und kostet dadurch das entsprechende
>> Unternehmen mehr) als mal schnell einen Schnellstarter zu produzieren.
> Das eine nicht tun, und das andere ganz lassen? So kann man's natürlich
> auch machen...


Auf einem modernen Rechner startet LO hinreichend schnell, gerade dann,
wenn eine SSD verwendet wird. LO startete nur von rotierenden
Festplatten (HDDs) immer sehr langsam, weil es eben viele Daten laden muss.


Jetzt könnte man sagen, gerade auf älteren Rechnern macht ein
Schnellstarter daher Sinn. Aber ist es nicht auch gerade bei älteren
Rechnern auch ein Problem, wenn ein Teil vom RAM für LO gesperrt ist?


>> Meine Aussage war nicht komplett richtig: früher (TM) hatte zu SO
>> Zeiten der Schnellstarter auch noch einen alternativen Explorer. Da
>> war dies wiederum "sinnvoll", da dort eine komplette Desktop-Umgebung
>> integriert war.
> Der Schnellstarter wäre auch jetzt noch sinnvoll, wie ich leider
> erleben muss.


Im Endeffekt startet der Desktop länger, wenn du LO mit Schnellstart
nutzt. Das heißt, du loggst dich ein, und anstatt gleich das Programm,
das du wirklich haben willst – weil du es bewusst und aktiv startest –
zu bekommen, wird dessen Start dadurch verlangsamt, weil sich gerade
LibreOffice per "Schnellstart" in den RAM lädt.


Jeder Windows-Anwender kann sich noch daran erinnern, dass der Desktop
bereits sichbar war, aber nichts ging, weil die Sanduhr alles blockiert
hat. Feiner und ehrlicher wäre es gewesen, noch etwas länger das Bild
"Desktop wird geladen" oder (so ähnlich) zu zeigen. Stattdessen wurde
dem Anwender vorgegaukelt, der Desktop wäre schon bereit... war es aber
nicht!


Ein Schnellstarter von LO bewirkt genau dasselbe. Und für LO selbst
ändert sich quasi nicht wirklich etwas – der Start dauer genau gleich
lange, nur eben bereits früher.


Interessant wird es dann, wenn man an die Grenze des Arbeitsspeichers
stößt, etwa mit zu vielen offenen Tabs in Firefox. Dann ist es nämlich
so, dass der "Schnellstart" von LO das Arbeiten mit den anderen
Programmen, hier eben Firefox, real verlangsamt.


Ein Programm sollte nur dann Arbeitsspeicher belegen, wenn man es auch
tatsächlich braucht. Mit wenigen Ausnahmen für Systemprogramme.


Aber nochmal: wenn jemand unbedingt LO bereits beim Einloggen in den RAM
laden will, dann kann er das gerne per Autostart der jeweiligen
Desktop-Umgebung veranlassen... (vermutlich gleich minimiert, denn es
soll ja kein Dokument geladen werden.)


> Viele Grüße
>
> Rainer


Ebenso!

Linux User #330250



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Michael Höhne Michael Höhne
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Am Mon, 19 Aug 2019 20:44:22 +0200
schrieb Linux User #330250 <[hidden email]>:

> Auf einem modernen Rechner startet LO hinreichend schnell, gerade
> dann, wenn eine SSD verwendet wird. LO startete nur von rotierenden
> Festplatten (HDDs) immer sehr langsam, weil es eben viele Daten laden
> muss.

Das ist auch einer der größten Vorteile der SSD gegenüber einer
Festplatte: Die Zugriffszeiten sind so gering, dass auf jede Datei
quasi sofort zugegriffen werden kann. Die Positionierung eines
mechanischen Schreib-/Lesekopfes entfällt ja.

Selbst wenn ein Rechner einen "alten" Controller besitzt, der kaum mehr
Übertragungsgeschwindigkeit ermöglicht, beschleunigt dieser Effekt das
Starten des Systems und Anwendungssoftware ganz enorm.

[...]

> Jeder Windows-Anwender kann sich noch daran erinnern, dass der Desktop
> bereits sichbar war, aber nichts ging, weil die Sanduhr alles
> blockiert hat. Feiner und ehrlicher wäre es gewesen, noch etwas
> länger das Bild "Desktop wird geladen" oder (so ähnlich) zu zeigen.
> Stattdessen wurde dem Anwender vorgegaukelt, der Desktop wäre schon
> bereit... war es aber nicht!

Daran hat sich bis heute nicht viel verändert ;-)

Ansonsten: Große Zustimmung zu deinen Ausführungen!

Gruß,
Michael

--
    ____        
   / / / / /__/      Michael Höhne /
  /   / / /  /  [hidden email] /
 ________________________________/


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Robert Großkopf Robert Großkopf
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Hallo *,
>
> Das ist auch einer der größten Vorteile der SSD gegenüber einer
> Festplatte: Die Zugriffszeiten sind so gering, dass auf jede Datei
> quasi sofort zugegriffen werden kann. Die Positionierung eines
> mechanischen Schreib-/Lesekopfes entfällt ja.

Um das einmal in Zahlen auszudrücken:
Das Booten eines Linuxsystems bei mir dauert mit SSD ca. 7 Sekunden -
incl. Apache, MariaDB und anderer Serverdatenbanken. Die längste Zeit
scheint das Ding noch zu brauchen, um erst einmal die Meldung des
Mainboards auf den Bildschirm zu bringen.
Das Starten von LibreOffice braucht 3 Sekunden.
... und das alles mit einem System, das auf Energiesparen getrimmt ist
und ohne Lüfter läuft.

Davon abgesehen: Ich habe auch vorher nie den Schnellstarter genutzt. Da
war mir der freie Speicher wichtiger als das bisschen Warten auf das
geöffnete Programmfenster.

Gruß

Robert
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Heiko Tietze-5 Heiko Tietze-5
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Rainer
Ein noch nicht erwähntes Argument ist, dass der Schnellstarter unter Windows von Virenscannern als gefährlich eingestuft worden ist. Außerdem war der "Schnellstarter" unter Linux immer nur ein Icon in der Schnellstartleiste und hat noch nie etwas vorab geladen.

Beste Grüße,
Heiko


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Rainer Rainer
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Linux User #330250
Hallo,

Am Mon, 19 Aug 2019 20:44:22 +0200
schrieb Linux User #330250 <[hidden email]>:
>
> Wenn du einen Schnellstart willst, dann lade doch LibreOffice einfach
> beim Einloggen in deinen Desktop. Dann ist es offen und verbleibt im
> RAM, solange du es nicht wieder schließt.
>
Bisher war ich davon ausgegangen, dass es zwei verschiedene Dinge sind:
Mit "Deiner" Option wird das gesamte Programm geladen, während der
Schnellstarter wesentliche Teile des Programms lädt - siehe (S. 16):

https://wiki.documentfoundation.org/images/1/11/ErsteSchritte_Handbuch_Kapitel_01_LibreOfficeEinfuehrung_V60.pdf

Hier ist auch abgebildet, wie sich der Schnellstarter verhält, wenn LO
genutzt werden soll.
>
> Im Endeffekt suchst du eher eine Funktion, die sich in das
> Benachrichtigungsfeld (Info Tray). Sowas wie "Minimize to tray", wenn
> kein Dokument in LO geöffent ist.
>
Mein Ziel ist nicht ganz richtig definiert: Ich hätte gern, dass sich
Module von LO schnell öffnen, wenn ich sie benötige (wodurch es
passiert, ist mir egal). In meinem Fall ist es überwiegend "Writer".
Den Unterschied zwischen beiden Optionen kann ich gut beurteilen, weil
ich den Schnellstarter seit vielen Jahren nutze und schätze und es
jetzt (nachdem er weg ist/war) - bei jedem Vorgang mit der Verzögerung
zu tun habe. Anders, als beim Schnellstarter schließt sich nämlich die
gesamte Suite, wenn ich für den Moment ein Dokument speichere und
vorläufig die Arbeit mit Writer beende. Das kommt im Laufe eines Tages
öfter vor, und so darf ich jedes Mal warten, bis LO wieder komplett
geladen ist.

Konnte ich aktuell zwar durch Nachinstallation des Paketes
"libreoffice-systray" lösen. Perspektivisch aber wird die Möglichkeit
wohl endgültig beseitigt.
>
> Auf einem modernen Rechner startet LO hinreichend schnell, gerade
> dann, wenn eine SSD verwendet wird. LO startete nur von rotierenden
> Festplatten (HDDs) immer sehr langsam, weil es eben viele Daten laden
> muss.
>
Eben: darum geht es ja. Über die Unterschiede zwischen SSD und HDD
müssen wir (bei diesem Thema) nicht diskutieren - auch nicht darüber,
wem die Zukunft gehört. Bei der derzeitigen Verbreitung und der immer
noch hohen Zahl (zig-millionenfach) verkaufter, konventioneller
Festplatten (auch wenn die Neuverkaufszahlen rückläufig sind) sowie der
Tatsache, dass sie bei Servern immer noch die Hauptrolle spielen, sind
sie in der Computerwelt aber immer noch eine feste Größe.
>
> Jetzt könnte man sagen, gerade auf älteren Rechnern macht ein
> Schnellstarter daher Sinn. Aber ist es nicht auch gerade bei älteren
> Rechnern auch ein Problem, wenn ein Teil vom RAM für LO gesperrt ist?
>
Mir werden die Überlegungen zu grundsätzlich, weil "ältere Rechner" ein
zu vager Begriff ist und Dein, mit einem Fragezeichen versehener Satz
ganz sicher nicht für _alle_ älteren Rechner gilt - für meinen z.B.
nicht. Und um eines klarzustellen: Es geht ja nicht darum, dass "alle"
Anwender den Schnellstarter nutzen _sollen:, sondern nur darum, dass er
genutzt werden kann, wenn er im Einzelfall Vorteile bringt. Diese
Entscheidung sollte jeder Anwender für sich treffen können - und das
kann er nicht mehr bzw. soll es perspektivisch nicht mehr können.
>
> Im Endeffekt startet der Desktop länger, wenn du LO mit Schnellstart
> nutzt. Das heißt, du loggst dich ein, und anstatt gleich das Programm,
> das du wirklich haben willst – weil du es bewusst und aktiv startest –
> zu bekommen, wird dessen Start dadurch verlangsamt, weil sich gerade
> LibreOffice per "Schnellstart" in den RAM lädt.
>
Wie gesagt: Eine grundsätzliche und theoretische Überlegung. Ich weiß
doch, wovon ich rede, denn ich habe ich den Schnellstarter sehr lange
genutzt (und kann es derzeit dank der Lösung, die ich gefunden habe
zunächst noch weiter tun).

> Jeder Windows-Anwender kann sich noch daran erinnern, dass der Desktop
> bereits sichbar war, aber nichts ging,

Ja, aber hier vergleiche ich auch nicht Windows mit Linux, sondern
Linux mit und ohne LO-Schnellstarter.
>
> Interessant wird es dann, wenn man an die Grenze des Arbeitsspeichers
> stößt,

Auch das ist eine Grundsatzüberlegung. Ich würde - wenn ich zu wenig
Arbeitsspeicher hätte - entweder aufrüsten oder den Schnellstarter
deaktiviert lassen (so, wie in der oben verlinkten Seite empfohlen).

Viele Grüße

Rainer

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Rainer Rainer
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Heiko Tietze-5
Am Tue, 20 Aug 2019 08:19:31 +0200
schrieb Heiko Tietze <[hidden email]>:

> Ein noch nicht erwähntes Argument ist, dass der Schnellstarter unter
> Windows von Virenscannern als gefährlich eingestuft worden ist.

OK, Die Frage aber ist: Wäre er es unter Linux auch?

> Außerdem war der "Schnellstarter" unter Linux immer nur ein Icon in
> der Schnellstartleiste und hat noch nie etwas vorab geladen.
>
Das wird auf S. 16 der eben von mir verlinkten Seite aber anders
dargestellt:

https://wiki.documentfoundation.org/images/1/11/ErsteSchritte_Handbuch_Kapitel_01_LibreOfficeEinfuehrung_V60.pdf

Viele Grüße

Rainer

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Gerhard Weydt Gerhard Weydt
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Rainer
Hallo Rainer,

Am 20.08.2019 um 08:42 schrieb Rainer:

> ...
> Mein Ziel ist nicht ganz richtig definiert: Ich hätte gern, dass sich
> Module von LO schnell öffnen, wenn ich sie benötige (wodurch es
> passiert, ist mir egal). In meinem Fall ist es überwiegend "Writer".
> Den Unterschied zwischen beiden Optionen kann ich gut beurteilen, weil
> ich den Schnellstarter seit vielen Jahren nutze und schätze und es
> jetzt (nachdem er weg ist/war) - bei jedem Vorgang mit der Verzögerung
> zu tun habe. Anders, als beim Schnellstarter schließt sich nämlich die
> gesamte Suite, wenn ich für den Moment ein Dokument speichere und
> vorläufig die Arbeit mit Writer beende. Das kommt im Laufe eines Tages
> öfter vor, und so darf ich jedes Mal warten, bis LO wieder komplett
> geladen ist.
>
>
Dann gewöhne dir halt an, das Dokument nicht mit "Schließen" ganz rechts
oben zu schließen, sondern mit dem Symbol "Dokument schließen" direkt
rechts darunter. Dann bleibt LibreOffice offen.

Gruß

Gerhard

--
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Rainer Rainer
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Hallo Gerhard,

Am Tue, 20 Aug 2019 12:47:58 +0200
schrieb Gerhard Weydt <[hidden email]>:

> > ...
> > Mein Ziel ist nicht ganz richtig definiert: Ich hätte gern, dass
> > sich Module von LO schnell öffnen, wenn ich sie benötige (wodurch es
> > passiert, ist mir egal). In meinem Fall ist es überwiegend "Writer".
> > Den Unterschied zwischen beiden Optionen kann ich gut beurteilen,
> > weil ich den Schnellstarter seit vielen Jahren nutze und schätze
> > und es jetzt (nachdem er weg ist/war) - bei jedem Vorgang mit der
> > Verzögerung zu tun habe. Anders, als beim Schnellstarter schließt
> > sich nämlich die gesamte Suite, wenn ich für den Moment ein
> > Dokument speichere und vorläufig die Arbeit mit Writer beende. Das
> > kommt im Laufe eines Tages öfter vor, und so darf ich jedes Mal
> > warten, bis LO wieder komplett geladen ist.
> >  
> Dann gewöhne dir halt an, das Dokument nicht mit "Schließen" ganz
> rechts oben zu schließen, sondern mit dem Symbol "Dokument schließen"
> direkt rechts darunter. Dann bleibt LibreOffice offen.
>
Immerhin ein konstruktiver Tipp ;-) Asche auf mein Haupt, aber diese
Möglichkeit kannte ich bisher nicht.

Weil ich durch die zusätzliche Installation eines Paketes den
Schnellstarter ja vorläufig weiter nutzen kann und sich meine Frage auf
die Perspektive (also eine eventuelle "Rückkehr") betraf, werde ich
es mir den Fall merken, dass es endgültig vorbei ist. Wie aber ist die
Systray-Variante hinzubekommen, von der in einem Posting auch die Rede
war? Weder in den Optionen für Startprogramme, noch in denen von LO ist
eine entsprechende Einstellmöglichkeit zu finden.

Viele Grüße

Rainer

--
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Linux User #330250 Linux User #330250
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

Am 20.08.19 um 13:16 schrieb Rainer:

> Immerhin ein konstruktiver Tipp ;-) Asche auf mein Haupt, aber diese
> Möglichkeit kannte ich bisher nicht.
>
> Weil ich durch die zusätzliche Installation eines Paketes den
> Schnellstarter ja vorläufig weiter nutzen kann und sich meine Frage auf
> die Perspektive (also eine eventuelle "Rückkehr") betraf, werde ich
> es mir den Fall merken, dass es endgültig vorbei ist. Wie aber ist die
> Systray-Variante hinzubekommen, von der in einem Posting auch die Rede
> war? Weder in den Optionen für Startprogramme, noch in denen von LO ist
> eine entsprechende Einstellmöglichkeit zu finden.


Ach ja, natürlich wäre es toll, wenn diese Funktion, die du nutzt,
erhalten bliebe.


Ich kenne das Problem und kann das sehr gut nachvollziehen. Ich verwende
noch ältere Macs und die Betriebssysteme von Apple, die meine absoluten
Lieblingssysteme sind -- neben Linux natürlich ;-) -- sind Mac OS X 10.4
alias Tiger auf den Power-Macs und Mac OS X 10.6 alias Snow Leopard auf
den Intel-basierten Macs. Neuere Macs, auf denen ja 10.6 gar nicht mehr
läuft, kaufe ich erst gar nicht (mehr).


LibreOffice ist sehr lange, nämlich bis Version 4.0.6.2 von 2013, auf
den PowerPC-basierten Macs gelaufen, und zwar auf Mac OS X 10.4, das
selbst von 2005 stammt. 8 Jahre ist eine relativ lange Zeit bei
Computern. Bei 10.6 ist leider mit 4.3.7.2 von 2014 Schluss...


Nun würde auch ich mich über Updates für LibreOffice freuen, die ich
auch auf meinen PowerPC-basierten Macs und auf Snow Leopard nutzen kann.
Da der Power Mac G5 ja sogar ein 64-Bit-Rechner ist, wäre sogar das kein
Argument, denn LibreOffice ist ja seit einiger Zeit auch nur noch als
64-Bit-Applikation auf dem Mac verfügbar.


Aber so ist es eben. Manchmal wird etwas, was man gerne nutzt, von den
Entwicklern nicht mehr weiter verfolgt.


Der Schnellstarter ist wohl so eine dieser Dinge.


Als Lösung konntest du also, so wie ich auf meinen alten Macs, einfach
eine ältere Version von LibreOffice, die den Schnellstarter noch bietet,
verwenden.

Oder du nutzt den genannten Work-around des Nicht-Schließens.


Eine Sache fällt mir noch ein, wenn es dir wirklich so wichtig ist, aber
das ist wirklich starker Tobak!

Du könntest den Read-I/O-Cache von Linux als Schnellstarter
missbrauchen. Dazu machst du folgendes: du legst einen Cron-Job an, der
alle 5 Minuten die von LibreOffice verwendeten Dateien nach /dev/null
kopiert. Oder mach gleich jede Minute (die genaue Zeitspanne, die gut
funktioniert, musst du selbst ausloten)...


Beispiel, quick&dirty (zwischen BEGIN und END):

BEGIN

#!/bin/sh

for x in /usr/bin/lo* /usr/bin/unopkg /usr/lib64/libreoffice/presets/*
/usr/lib64/libreoffice/program/* ; do cp "$x" /dev/null ; done

END


Das speicherst du, z.B. als /usr/local/bin/loprime.sh. Natürlich gehören
noch die korrekten Rechte (mit chmod) für den loprime.sh-Skript gesetzt.
Etwa so (als root, also eventuell "sudo" voranstellen):

chown root:users /usr/local/bin/loprime.sh

chmod 750 /usr/local/bin/loprime.sh


Dann legst du einen Cron-Job an, der diese Datei alle paar Minuten
ausführt. Voilà, LO sollte nun von Linux stets im Read-Cache gehalten
werden. Nun hast du deinen Schnellstarter wieder. Ganz ohne zusätzlichen
RAM-Verbrauch, aber leider mit zusätzlichem I/O durch den Cron-Job.


Wie du einen Cron-Job anlegst hängt sehr stark von deiner
Linux-Distribution ab. Siehe dazu am besten
https://wiki.archlinux.org/index.php/Cron (englisch, aber muss einfach
erwähnt werden, weil die Arch-Wiki zu den besten zählt).


Wenn du eine halbwegs der Norm entsprechende Linux-Distribution nutzt,
dann verwendet die ohnehin systemd. Damit geht es dann so
(https://wiki.archlinux.org/index.php/Systemd/Timers):

systemd-run --on-active=60 /usr/local/bin/loprime.sh


Ob systemd-run als Benutzer oder als root ausgeführt werden sollte, weiß
ich jetzt allerdings auch nicht. Ich täte es mal als Benutzer ausprobieren.


Linux ist so genial, es bietet einfach immer kreative Lösungen!


Gruß,

Linux User #330250


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Linux User #330250 Linux User #330250
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Re: LO-Schnellstarter für Linux: nie wieder?

In reply to this post by Rainer
Am 20.08.19 um 08:42 schrieb Rainer:

>> Auf einem modernen Rechner startet LO hinreichend schnell, gerade
>> dann, wenn eine SSD verwendet wird. LO startete nur von rotierenden
>> Festplatten (HDDs) immer sehr langsam, weil es eben viele Daten laden
>> muss.
> Eben: darum geht es ja. Über die Unterschiede zwischen SSD und HDD
> müssen wir (bei diesem Thema) nicht diskutieren - auch nicht darüber,
> wem die Zukunft gehört. Bei der derzeitigen Verbreitung und der immer
> noch hohen Zahl (zig-millionenfach) verkaufter, konventioneller
> Festplatten (auch wenn die Neuverkaufszahlen rückläufig sind) sowie der
> Tatsache, dass sie bei Servern immer noch die Hauptrolle spielen, sind
> sie in der Computerwelt aber immer noch eine feste Größe.


>> Interessant wird es dann, wenn man an die Grenze des Arbeitsspeichers
>> stößt,
> Auch das ist eine Grundsatzüberlegung. Ich würde - wenn ich zu wenig
> Arbeitsspeicher hätte - entweder aufrüsten oder den Schnellstarter
> deaktiviert lassen (so, wie in der oben verlinkten Seite empfohlen).


Interessant. Also RAM würdest du dir kaufen, aber eine SSD nicht? Ich
würde es, und habe es, auf fast allen meiner älteren PCs und Macs. Eine
SSD bringt wirklich einen immensen Boost, auch und gerade für ältere
Systeme, und auch gerade dann, wenn man ein aktuelles Betriebssystem wie
Linux einsetzt.

Bei PCs/Macs mit ATA-Bus empfielt sich ein ATA-auf-SATA-Adapter für den
Anschluss von SATA-Festplatten oder -SSDs auf IDE/ATA-Mainboards. Die
kosten nicht viel -- hingegen sind ATA/IDE-SSDs um einiges teurer als
SATA-SSDs...


Gruß,

Linux User #330250


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